Baustart für Hochwasserschutz in St. Ulrich und Waidring

Die Bauarbeiten zum Hochwasserschutzprojekt Haselbach / Grieselbach in St. Ulrich am Pillersee und Waidring haben begonnen. In einem ersten Schritt entstehen zusätzliche Retentionsräume.
In der tiefverschneiten Winterlandschaft von St. Ulrich am Pillersee und Waidring erfolgte der Start zu den ersten Bauabschnitten des Hochwasserschutzprojektes Haselbach / Grieselbach. Der Pillersee als optimierter Retentionsraum mit einem verfügbaren Retentionsraum von 470.000 m³ sowie das neu zu errichtende Retentionsbecken in Winkl (Waidring) mit 15.000 m³ mit seinem vorgelagertem Geschieberückhaltebecken und die Räumung der Geschiebebecken in Flecken (St. Ulrich) bilden die wesentlichen Anlagenteile. Im Falle eines Hochwasserereignisses sind diese für einen kontrollierten Hochwasserabfluss im Unterlauf von zentraler Bedeutung. „Nach fast 5 Jahren Vorbereitungsphase, intensiver Planung und zahlreichen Verhandlungen ist nun auch der langersehnte Baustart erfolgt. Wir sind sehr glücklich, dass dieses für die Sicherheit unserer Bevölkerung so wichtige Projekt noch in diesem Jahr in die Umsetzung geht“, freuen sich St. Ulrichs Bürgermeisterin Brigitte Lackner und Waidrings Bürgermeister Georg Hochfilzer. Bis Weihnachten sollen die Hauptrodungen abgeschlossen werden, ehe die für das Projekt essentielle pegelgesteuerte Wehrklappe am Ausgang des Pillersees errichtet und vor Start der Hochwassersaison in Betrieb genommen wird. „In den jeweiligen Ortsteilen sieht das Projekt entsprechende Ersatzaufforstungen vor. Wir legen ein sehr großes Augenmerk auf die attraktive Gestaltung und ökologische Umsetzung und haben dazu eine eigene ökologische Bauaufsicht“, erklärt der Obmann des Wasserverbandes Haselbach / Grieselbach, Leonhard Fischer. Mit insgesamt 16 Maßnahmen von Flecken bis Strub werden Schwachstellen in der bestehenden Verbauung eliminiert und Retentionsräume optimiert, um einen soliden Hochwasserschutz zu errichten. 9,5 Millionen Euro werden in den kommenden 4 Jahren in den gemeinsamen Hochwasserschutz von St. Ulrich am Pillersee und Waidring investiert. Demgegenüber steht die Schadensbewertung bei einem hundertjährigen Ereignis, die bei 13,5 Millionen Euro liegt und 121 Objekte betreffen würde. Starke finanzielle Unterstützung für das Hochwasserschutzprojekt erhalten die zwei Gemeinden von Bund und Land mit insgesamt 87,8 %.

(Bild WMP: BGMin Brigitte Lackner, Obmann Wasserverband Leo Fischer, BGM Georg Hochfilzer und Amtsleiter St. Ulrich am Pillersee Christoph Wörgötter )

Rückschlag für das geplante Gewerbegebiet Strass

Der Landesumweltanwalt beeinsprucht die Straßenumlegung! Obwohl die Gemeinde dachte, dass alle umwelt- und naturschutzrechtlichen Belange geklärt waren, trudelt kurz vor Ende der Einspruchsfrist das Schreiben der Landesumweltanwaltschaft ein und stoppt damit die bereits geplanten Bauarbeiten. Nun will man das Landesverwaltungsgericht einschalten, die „unendliche Geschichte“ geht in eine weitere Runde. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist also noch immer unklar, wann und ob es überhaupt ein Gewerbegebiet in St. Ulrich geben wird – schließlich sind ja im Februar Wahlen…