Unsere Meinung & eure Meinung

Hier ist Platz für Kommentare der NUARACHER NACHRICHTEN, aber auch für Pressemitteilungen sowie Leserbriefe der Leserinnen und Leser.

„Nicht jene, die streiten sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

FISCHBLICK - Vortrag und Workshop zum Thema Ökologie der heimischen Fische

In Zusammenarbeit von WWF Österreich, INNsieme Connect und dem Tiroler Fischereiverband wurde am 12. Dezember 2025 beim „Seewirt“ in Nuarach ein überaus informativer Vortragsnachmittag und Workshop zur Ökologie der heimischen Fischarten abgehalten.

Lukas Kirchgäßner vom "Büro Blattfisch" aus Wels hatte vor Jahren schon anlässlich der Seenstudie Tiroler Unterland die Kartierung des Reviers Pillersee durchgeführt und war mit seiner Fachkompetenz zur Ökologie der heimischen Fische ein überaus gut gewählter Vortragender. Er erläuterte in seiner Power Point Präsentation eindrucksvoll die wichtigen ökologischen Zusammenhänge, die in einem Habitat gegeben sein müssen, damit für die heimischen Fischarten in allen Altersstufen von juvenilen bis zu adulten Tieren die optimalen Lebensgrundlagen vorhanden sind.

Zahlreiche Fragen der interessierten Anwesenden, vor allem aus dem Bezirk Kitzbühel, wurden vom Vortragenden behandelt und kompetent beantwortet.
Nach dem Vortrag ging es noch an die Nuaracher Laichbäche (derzeit laichen die Bachforellen), um die App "Fischblick", die vorher nach Erklärung von Elisabeth Wolf vom Tiroler Fischereiverband jeder auf seinem Mobiltelefon installieren konnte, direkt in die Praxis umzusetzen.

Mit dieser App von INNsieme kann man Fischsichtungen, Laichnester, aber auch Problemstellen der Gewässer kartieren. Man erhofft sich so einen besseren Überblick über die Artbestände und Problematiken der Gewässer Tirols zu erhalten und in der Folge entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Habitate einleiten zu können.

Als ehemaliger Zuständiger für den Fischereischutz bin ich sehr erfreut, dass diese bemerkenswerte Veranstaltung hier in Nuarach abgehalten wurde, zugleich aber auch verwundert, dass der Vorstand des Fischereivereins Pillersee es nicht für nötig hielt, alle seine Mitglieder über die Veranstaltung in Kenntnis zu setzen, um ihnen die Teilnahme daran zu ermöglichen.

In Sachen Fischereischutz im Revier Pillersee, welcher nach einer enormen Erhöhung des Vereinszuschusses seitens der Gemeinde nun vom Fischereiverein Pillersee geregelt wird, ist leider aktuell keine, den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Durchführung, erkennbar.

Es scheint, als wäre es derzeit nicht möglich, eine ortsansässige Person für diese Tätigkeit abstellen zu können. Dies führt wiederum zu einer unzureichenden, ökologischen Maßnahmentätigkeit.

Beispielsweise wurde die aktuell für die Fische vorhandene Unpassierbarkeit gewisser Streckenabschnitte durch Querbauten (für den Laichzug muss das Aufsteigen in die Zuflüsse durchgehend möglich sein), nicht einmal festgestellt und in Folge logischerweise auch nicht behoben.

Die Bewirtschaftung des Reviers Pillersee betreffend, ist aus ökologischer Sicht noch viel Verbesserungsbedarf gegeben, um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden.

Man kann also nur hoffen, dass die Verantwortlichen nach der Teilnahme an der erwähnten Veranstaltung aktiv werden und entsprechende Maßnahmen erfolgen.

ehem. Aufsichtsfischer Revier Pillersee M. Seeber (Text und Fotos)

Leserbrief von Angie Opitz aus St. Ulrich am Pillersee:

Massiver Insektenverlust – leider auch bei uns!

 Warum? Meiner Ansicht nach sind hier vor allem unsere Bauern zur Verantwortung zu ziehen. Es wird nämlich oft viel zu früh und zu häufig gemäht sowie zu intensiv gedüngt – vor allem mit Gülle.
 
Tieren, die sich von der Wiese ernähren und sich in dieser entwickeln, wird die Entwicklung verwehrt. Kaum sind sie im Larvenstadium, wird das Feld zum ersten Mal gemäht. Es überleben naturgemäß nur wenige Individuen. Spätestens bei der zweiten Mahd – oftmals schon Anfang bis Mitte Juni – ist der Garaus vieler der übrig gebliebenen Arten besiegelt, zumal bald darauf auch noch Gülle ausgebracht wird.
 
Waren unsere Mahdwiesen noch vor 25 Jahren bunt und artenreich, präsentieren sie sich heute bis zur ersten Mahd als grün-gelbe Einöde. Ehe die Pflanzen fruchten können, werden die Felder erneut gemäht. Mittlerweile passiert dies selbst in unserer Höhenlage bis zu viermal im Jahr, sofern Silage hergestellt wird.
 
Eine gesunde Mahdwiese sieht Anfang bis Mitte Juni so aus:

Die meisten unserer Felder sind mittlerweile sehr weit davon entfernt.
 
Was passiert mit den Feldern? Sie verarmen mit der Zeit natürlich. Zugleich wird Insekten und Spinnentieren der Lebens- und Entwicklungsraum entzogen. Die Bestäubung von Blüten läuft ins Leere, da die Pflanzen nicht mehr fruchten können, Vögel finden weniger Nahrung, bodenbrütende Vögel verschwinden. All dies beeinflusst die gesamte Nahrungskette, von deren Funktionieren letztendlich auch wir Menschen abhängig sind.
 
Im Jahr 2007 stellte ich eine Homepage zu unserem Naturgarten ins Netz. Zugleich erfolgte die Erfassung aller Insekten, Spinnentiere und anderer Gliederfüßer im Garten und dessen unmittelbarer Umgebung. Dies bot sich an, da unser Grund im Süden und Westen an naturbelassenes, zunehmend verbuschendes Gelände grenzt. Im Osten und Norden schließen sich Mahdwiesen an.
 
Der Vergleich des heutigen Artenspektrums mit dem vor 20 Jahren ist erschreckend. Sehr viele, z.T. eh schon sehr seltene Arten sind inzwischen verschwunden. Sah ich früher einen blühenden Wiesen-Bärenklau im Feld, wimmelte es darauf von Insekten unterschiedlichster Art. Heute findet man darauf allenfalls noch einen Weichkäfer und einzelne robuste Schwebfliegen – wenn überhaupt.
 
Eine Lösung des Problems könnte sein, dass unsere Bauern einen mindestens 20 m breiten Streifen ihrer Felder von häufigen Mahden verschonen, dass sie die Ränder ihrer Felder der Natur überlassen und darauf verzichten, noch im vorgerückten Herbst Gülle auf die Felder zu bringen. Die Pflanzen begeben sich zu dieser Zeit in die Winterruhe und haben nichts mehr davon, so dass die nitratbelastete Gülle ins Grundwasser gerät. Jeder Nicht-Bauer hat sein Abwasser gebührenpflichtig in der Kanalisation zu entsorgen. Warum dürfen Bauern sogar noch Ende November auf teils grundwassernahen Feldern Gülle ausbringen? Meiner Ansicht nach ist dies nur eine kostenlose Entsorgungsmöglichkeit. Den Feldern bringt so etwas gar nichts mehr.

Zum Schluss noch zu einzelnen Arten (allesamt Nützlinge!), die es bei uns leider nicht mehr zu geben scheint:

Grüne Breitbauchschwebfliege (Didea alneti)

Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) 

Gelbe Mordfliege (Laphria flava)

Schwebfliege (Doros profuges). Diese Art war eh immer selten. 

Gemeine Schnauzenschwebfliege (Rhingia campestris) – einst bei uns recht häufig, mittlerweile kaum mehr zu sichten. .

Hier habe ich nur wenige Arten vorgestellt, die der intensivierten Landwirtschaft zum Opfer gefallen sind, so wie auch die "Blaue Breitbandschwebfliege". Es gibt noch eine Vielzahl an Tag- und vor allem Nachtfaltern, die es mittlerweile leider auch nicht mehr gibt.

 
Ich würde mir sehr wünschen, dass ich mit meinem Beitrag den einen oder anderen Bauern, aber auch Gartenbesitzer zum Nachdenken angeregt habe.
 
Angie Opitz 

Leserbrief zum Beitrag "Einweihung Hundewiese"

Liebe Redaktion,

vielen Dank für den Beitrag zur offiziellen Eröffnung der Hundewiese in St. Johann. Dass so etwas bislang fehlte, ist eigentlich jedem verantwortungsvollen Hundebesitzer klar. Die Ferienwohnung in unserem Haus wird von sehr vielen Hundebesitzern gemietet. Übereinstimmend wird von den Gästen die restriktive, z.T. auch unangenehm ablehnende Haltung in Nuarach beklagt. Schade.

Hunde gehören zu den ältesten Begleitern der Menschen. Über Jahrtausende wurden sie geschätzt, und auch heute noch leisten sie wertvolle Dienste, z.B. als Schutz- und Wachhunde, als Spür-, Such- und Therapiehunde oder auch einfach als geliebtes Familienmitglied.

Ich will natürlich nicht verschweigen, dass Hunde auch als Waffe dienen können, werden sie dazu dressiert, andere sind einfach nur ungezogen und unverträglich. Ja, so etwas gibt es leider, die Regel ist es aber nicht.

Ich verstehe auch, wenn jemand Angst vor Hunden hat. Diese Angst hatte ich früher auch, doch ist sie mit dem ersten eigenen Hund vor über 40 Jahren komplett verschwunden.

Zur artgerechten Haltung eines Hundes gehören unbedingt der Freilauf und der Kontakt zu Artgenossen - natürlich ohne Leine. Die Leine ist für nicht wenige Hunde der Grund dafür, dass sie sich anderen Hunden gegenüber aggressiv verhalten. 

Ich verstehe einfach nicht, dass sich gerade in unserer Gemeinde so gar nichts in Richtung Freilaufplatz bewegt, wo doch Nuarach mit dem Pillersee als besonders hundefreundlich angepriesen wird. Geeignete Flächen dafür gäbe es bei uns doch genug.

Hundefreundliche Grüße von
Angie Opitz (St. Ulrich am Pillersee)

Es gibt gute Alternativen !!!

Auf der Seite https://www.goeuropean.org/ findet man Waren und Dienstleistungen, die aus den USA kommen – und dazu die guten Alternativen aus Europa! Auch wenn die Seite leider nur auf Englisch ist, lohnt sich die Übersicht. Auch interessant und auf Deutsch der Bericht auf Vergesst Tesla, PayPal und M&Ms: 100 EU-Alternativen zu beliebten US-Marken | NETZWELT

Siedlungsgründe Schartental in St. Ulrich am Pillersee: 

Hohe finanzielle Hürden und vage Kriterien

Die Idee hinter den Siedlungsgründen in Schartental beim Areal der Pension ist folgende: Anstatt eines großen Mehrparteienwohnhauses sollen die Parzellen je nach Bedarf an Nuaracher und Nuaracherinnen günstig vergeben werden. Wenn alle zwölf 400 m²-Parzellen gleich gebraucht werden, dann ist das genauso möglich wie die Vergabe einer einzelnen Parzelle. Die am 26.09.2024 beschlossene Vergaberichtlinie enttäuschte die "Nuaracher Demokraten". Warum? „Einerseits die hohen finanziellen Hürden für die Bewerber und andererseits die vagen Vergabekriterien.“, kritisiert GR Christoph Staffner.

Die günstigen Grundstücke sollen vor allem jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein Eigenheim ermöglichen, aber die Finanzierungsvorgabe von mindestens 500.000 €, um sich bewerben zu dürfen, gefährdet das. „Wenn man die angemessenen Baukosten laut aktueller Tiroler Wohnbauförderungsrichtlinie heranzieht und Steuern sowie Abgaben hinzurechnet, dann wäre beim bisherigen Grundstückspreis eine Finanzierungsvorgabe von 440.000 € angemessen, um nicht unnötig Bewerberinnen und Bewerber auszuschließen“, findet GR Christoph Staffner.

Mit den Kreditvergaberichtlinien braucht es für einen 500.000 € Kredit ein Eigenkapital von 100.000 € und bei einer monatlichen Kreditrate von 1.653,16 € (3,5% Zinsen bei 35 Jahre Laufzeit) braucht man ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von ca. 4.133 €. Auf zwei Personen aufgeteilt müsste jeder ca. 3.084 € im Monat Brutto verdienen. Das schließt laut Statistik Austria zirka 80% der Nuaracherinnen und Nuaracher aus. „Die unnötig hohe Finanzierungsvorgabe führt in Kombination mit den Kreditvergaberichtlinien dazu, dass die Gemeinde mithilfe von Steuermitteln günstige Grundstücke zur Verfügung stellt und viele Mitbürgerinnen und Mitbürger davon ausschließt!“, gibt GR Christoph Staffner zu bedenken.

Ein sachkundiger Zuhörer der Gemeinderatssitzung meinte, dass man diese Rechnung so nicht stellen kann, denn bei verdichteter Bauweise kann die Wohnbauförderung bis zu 100.000 € – 150.000 € betragen und das senkt den benötigten Bankkredit. Das stimmt, doch bei der Wohnbauförderung handelt es sich nicht um geschenktes Geld, sondern um einen Kredit. In den ersten 10 Jahren sind die Raten bei der Wohnbauförderung sehr günstig und steigen danach auf einen günstigen, doch relevanten Betrag - besonders in Kombination mit dem anderen Kredit. „Diesen Betragsbereich bei der Wohnbauförderung zweifle ich nicht an, doch der Bewerberkreis soll so groß wie möglich sein und nur aussichtslose Finanzierungen sollen ausgeschlossen werden“, meint GR Christoph Staffner.

Bei den Kriterien bleibt die Vergaberichtlinie vage: Alter, Familienverhältnisse, Ortsbezug und „allfällige sonstige Kriterien“. Die "Nuaracher Demokraten" fordern einen transparenten Punktekatalog, um die Bewerberinnen und Bewerber zu reihen. „Diese Transparenz soll jeden Anschein von Mauscheleien bei der Vergabe vorbeugen“, führt GR Christoph Staffner an. In der Vergaberichtlinie gibt es keinen Hinweis auf einen solchen transparenten Punktekatalog. Der Bürgermeister und andere Gemeinderäte forderten von GR Christoph Staffner einen Vorschlag zu liefern, aber sie wollten sich in der Gemeinderatssitzung nicht grundsätzlich zu einem transparenten Punktekatalog bekennen.

(Pressemitteilung der NUARACHER DEMOKRATEN)

Ein SCHILDbürger-Streich?

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Huch - da waren die Schilder wieder weg...
 
Am 04.März 2024 entstand das Foto am Ende der Steinbergstraße in Nuarach MIT einem Verkehrsschild, das die Durchfahrt für Nicht-Anrainer untersagt. Am 06.April 2024 ist auf dem Foto KEIN Schild mehr zu sehen - also freie Fahrt in beide Richtungen!